Was im Sommerbetrieb passiert
Im Sommerbetrieb versorgt der Kessel nur noch das Warmwasser. Die Heizkreispumpen laufen nicht, die Mischer stehen in einer Endstellung, und die Heizkörper bleiben kalt. Viele Regler schalten diesen Betrieb nach einer Außentemperaturgrenze selbst um. Bei längerem Stillstand lagert sich Schlamm ab, und an den obersten Leitungspunkten sammelt sich Luft. Beides zeigt sich erst, wenn die Pumpen wieder umwälzen.
Was Bewohner vor der Heizperiode prüfen
Beginnen Sie am Regler. Stellen Sie Uhrzeit, Datum und Betriebsart ein, soweit die Bedienungsanleitung es beschreibt. Prüfen Sie, ob das Zeitprogramm zum Tagesablauf passt und der Heizbetrieb nicht auf Sommer steht. Veränderungen an der Heizkurve und an Reglerparametern gehören dem Fachbetrieb. Notieren Sie jede Störanzeige mit Code und Gerätetyp vom Typenschild.
Lesen Sie am Manometer den Druck ab, solange die Anlage kalt ist. Im Einfamilienhaus erwartet man kalt Werte von grob 1,0 bis 2,0 bar. Maßgeblich bleibt der Sollwert, der an der Anlage steht. In hohen Häusern ist er größer. Das Vorgehen beim Ablesen erklärt Heizungsdruck richtig ablesen. Notieren Sie den Wert, damit Sie spätere Änderungen erkennen.
Drehen Sie die Thermostatköpfe vor der Heizperiode einmal ganz auf und wieder zu. Das hält den Ventilstift gangbar. Klemmt ein Ventil, lässt sich nach Thermostatventil klemmt – Stift lösen der Kopf abnehmen und der Stift vorsichtig bewegen. Sehen Sie außerdem nach, ob Wasser an Verschraubungen austritt, und melden Sie Feuchtigkeit dem Betrieb, statt Verschraubungen nachzuziehen.
Heizkörper entlüften und Wärme prüfen
Nach dem Start der Heizkreise gluckert es manchmal in den Heizkörpern. Das ist Luft, die sich oben im Heizkörper sammelt. Wird ein Heizkörper oben kalt und unten warm, muss er entlüftet werden. Wie das mit Entlüftungsschlüssel und Lappen geht, beschreibt Heizkörper entlüften Schritt für Schritt. Fangen Sie austretendes Wasser mit dem Lappen auf.
Nach dem Entlüften sinkt der Druck in der Anlage. Prüfen Sie deshalb am Manometer, ob der Wert noch im Sollbereich liegt. Fällt er darunter, lässt sich Heizungswasser nur nachfüllen, wenn Bedienungsanleitung oder Fachbetrieb es so beschreiben. Wiederholtes Nachfüllen ist kein Dauerzustand, sondern spricht für ein Mikroleck oder ein Ausdehnungsgefäß mit zu geringem Vordruck.
Wartung vor der Heizperiode
- Der Übergang zum Winterbetrieb eignet sich für die Wartung. Dabei prüft der Betrieb Brenner, Wärmetauscher, Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil und Regelung, solange die Anlage noch nicht unter voller Last läuft und Bewohner noch keine Wärme einfordern. Einen Überblick liefert die Leistung Heizungswartung. Fehler, die im Sommer unbemerkt blieben, zeigen sich dabei, bevor die Räume kalt werden.
- Vorab klären Hausmeister und Verwaltung, wer den Heizraum öffnet. Sie halten Schlüssel, frühere Wartungsprotokolle und eine Liste der Auffälligkeiten bereit. Dazu zählen Geräusche, Druckabfall und Störcodes aus der letzten Heizperiode. In Mehrfamilienhäusern informiert ein Aushang die Parteien, dass Wärme oder Warmwasser kurz unterbrochen werden können. Mehr für die Verwalterseite bietet Heizung und Hausverwaltung.
- Bewohner ändern vor dem Winterbetrieb nichts an Gas, Brenner, Abgasweg oder Elektrik.
- Auch am Kessel bleibt jede Verkleidung geschlossen. Erlaubt sind Ablesen, Einstellen von Uhr und Betriebsart nach Anleitung, Entlüften der Heizkörper und das Gangbarmachen der Thermostatköpfe. Alles darüber hinaus ist Sache des Fachbetriebs. Wer unsicher ist, notiert Fragen für den Betrieb, statt selbst auszuprobieren.
Merkpunkte zum Winterbetrieb
- Betriebsart, Uhr und Zeitprogramm am Regler ablesen, Parameter dem Betrieb überlassen.
- Druck am kalten Manometer ablesen und mit dem Sollwert der Anlage vergleichen.
- Thermostatköpfe einmal ganz auf- und zudrehen.
- Heizkörper nur bei Luft entlüften, danach den Druck prüfen.
- Mieter im Mehrfamilienhaus vorab per Aushang informieren.
