Der Weg zur Heizzentrale
Der Schlüssel zum Heizraum muss erreichbar sein. Meist liegt er bei Hausmeister oder Verwaltung, manchmal auch in einem Schlüsselkasten am Haus. Sinnvoll ist ein fester Ort, den alle Beteiligten kennen. Eine kurze Notiz in der Hausakte, wer den Raum öffnen kann und wie diese Person zu erreichen ist, verhindert, dass der Betrieb vor einer verschlossenen Tür steht.
Auch die Wege zum Heizraum sollten frei sein. Kellergänge, Treppen und Türen enthalten oft Fahrräder, Kinderwagen oder Lagergut, die den Zugang mit Werkzeug und Bauteilen erschweren. Räumen Sie den Weg frei und sorgen Sie für funktionierende Beleuchtung. Auch Hofeinfahrten oder Haustüren, die der Betrieb passieren muss, sollten sich ohne Umstände öffnen lassen und nicht zugeparkt sein.
Vor dem Heizraum hilft ein sichtbarer Hinweis, welche Anlage dahinter liegt. Ein kurzes Schild mit Heizungsart, Standort des Notschalters und dem Namen der Kontaktperson im Haus erleichtert die Orientierung. Das gilt besonders in großen Gebäuden mit mehreren Eingängen, Kellerabschnitten und getrennten Heizzentralen, in denen Ortsfremde den richtigen Raum sonst lange suchen müssen.
Was im Heizraum erkennbar sein sollte
Das Typenschild von Kessel, Brenner und Pumpen muss lesbar sein.
Dort stehen Gerätetyp und Seriennummer, mit denen sich Bauteile genau bestimmen lassen. Verdeckt Staub oder ein Regal das Schild, machen Sie es frei oder fotografieren es, ohne das Gerät selbst anzufassen. Die Angaben gehören in die Hausakte und in jede Schilderung einer Störung am Telefon.
Der Heizungsnotschalter sitzt meist außen am Heizraum. Er sollte gut sichtbar, nicht zugestellt und eindeutig beschriftet sein. Bewohner sehen nur seine Stellung an und schalten nichts an der Elektrik. Auch die Lüftungsöffnungen im Heizraum bleiben frei, denn Kessel und Brenner brauchen Luft für den sicheren Betrieb. Regale oder Kartons vor den Öffnungen gehören nicht in den Raum.
Bewohner und Hausmeister einbinden
- Der Hausmeister kennt das Haus und kann dem Betrieb bei der Ankunft den Weg zeigen.
- Er weiß, wo Absperrventile liegen und welche Wohnungen am selben Strang hängen. Ein kurzer Rundgang durch den Heizraum vor einer Störung, bei dem er die Anlage kennenlernt, macht den Ernstfall übersichtlicher. Ist er nicht erreichbar, übernimmt eine benannte Vertretung diese Aufgabe.
- Ein Aushang im Treppenhaus informiert die Bewohner. Er nennt den Ablauf bei einer Störung, die Stelle, die den Heizraum öffnet, und den Weg für Meldungen. Mieter informieren Vermieter oder Hausverwaltung, statt selbst im Keller zu suchen. Wie eine Störung im Gesamthaus abläuft, beschreibt Heizungsausfall im Mehrfamilienhaus. Der Aushang bleibt knapp und gut lesbar.
- Der Zutritt zu Wohnungen sollte geklärt sein, etwa wegen eines Strangs oder eines Heizkörperventils. Mieter, die tagsüber nicht zu Hause sind, hinterlegen den Schlüssel bei einer Vertrauensperson oder melden einen Zeitraum, in dem sie erreichbar sind. So vermeidet der Betrieb Leerfahrten. Auf die Belange der Verwalter geht Heizungsnotdienst für Hausverwaltungen ein.
Sicherheit im Heizraum
Der Heizraum ist kein Lagerraum. Brennbare Stoffe, Farben, Reinigungsmittel und Kartons erhöhen die Brandgefahr und behindern die Arbeit. Halten Sie den Raum aufgeräumt, verschließen Sie die Tür und lassen Sie Unbefugte nicht hinein. Kinder haben dort nichts verloren, denn Kessel, Rohre und Armaturen können sehr heiß sein, und der Raum enthält Elektrik und Brennstoff.
Merkpunkte zum Heizraum
- Schlüssel an einem allen bekannten Ort hinterlegen und Vertretung benennen.
- Wege, Beleuchtung und Lüftungsöffnungen frei halten.
- Typenschild lesbar machen, Anlagenschema im Raum aufbewahren.
- Notschalter sichtbar und beschriftet, aber nur ansehen, nie bedienen.
- Kein Lagergut und keine brennbaren Stoffe im Heizraum.
