Aufbau und Aufgabe des Speichers
- Ein Warmwasserspeicher ist ein gedämmter Behälter, in dem Trinkwasser vorgewärmt bereitsteht.
- Das Heizungswasser fließt durch einen Heizwendel im Inneren und erwärmt so das Trinkwasser. Ein Temperaturfühler meldet den Zustand des Speichers laufend an den Regler der Heizungsanlage. Fällt die Temperatur ab, startet die Ladepumpe und lädt den Speicher nach, bis der Sollwert erreicht ist.
- Im Speicher schichtet sich das Wasser.
- Oben sammelt sich das heiße Wasser, unten liegt das kalte Zulaufwasser. Entnimmt jemand Warmwasser, strömt unten kaltes nach, und der Fühler fordert Wärme an. Eine Magnesiumanode schützt den Behälter vor Korrosion und nutzt sich dabei ab. Diese Anode kontrolliert und erneuert der Fachbetrieb im Rahmen der Wartung, bevor sie ganz aufgebraucht ist.
- In Mehrfamilienhäusern arbeitet meist ein großer Speicher in der Heizzentrale oder mehrere Speicher im Verbund. Dazu gehört eine Zirkulationsleitung, die das Wasser im Rohrnetz warm hält und es zurück zum Speicher führt. Wie lange das Wasser am Hahn braucht, hängt von diesem Zusammenspiel ab, wie Warmwasser kommt erst nach langer Zeit beschreibt.
Temperatur und Legionellen
Legionellen sind Bakterien, die sich in Trinkwasser vermehren. Am wohlsten fühlen sie sich im lauwarmen Bereich, etwa zwischen 25 und 45 Grad. Bei etwa 60 Grad sterben sie ab, bei höheren Werten noch schneller. Bei größeren Trinkwasseranlagen dient daher ein Wert um 60 °C direkt am Speicherausgang als technische Orientierung.
Verbrühschutz und Kalk bei hohen Temperaturen
Heißes Wasser birgt eine Verbrühungsgefahr, besonders für Kinder und ältere Menschen. Ab etwa 55 Grad besteht Verbrühungsgefahr. Deshalb sitzt hinter einem heißen Speicher häufig ein Thermostatmischer. Er mischt Kaltwasser zu und begrenzt so die Temperatur, die am Hahn und in der Dusche ankommt. Dieses Bauteil sollte ein Fachbetrieb einstellen und nicht ein Bewohner verändern.
Je höher die Temperatur, desto stärker verkalkt der Speicher. Härtebildner fallen ab etwa 60 Grad verstärkt aus und legen sich auf Heizwendel und Behälterwand. Das senkt die Leistung, verlängert die Aufheizzeit und belastet Heizwendel und Ladepumpe. Bei hartem Wasser sind Entkalkung oder Aufbereitung nötig. Beides ist Teil der Wartung und nichts für Laien.
Aus beiden Seiten ergibt sich ein Spielraum, den der Fachbetrieb passend zur Anlage einstellt. Er berücksichtigt Wasserhärte, Rohrnetz, Zirkulation und Nutzer. Bewohner beobachten, ob das Wasser am Hahn heiß ankommt, und melden Auffälligkeiten. Drehen Sie nicht eigenmächtig am Sollwert, um Wartezeit oder Kälte zu beheben, denn das verschiebt nur das Problem.
Wenn der Speicher nicht mehr warm wird
Bleibt das Wasser kalt, beginnt die Prüfung am Regler.
Lesen Sie dort Speichertemperatur und Zeitprogramme ab. Steht die Anlage auf Sommerbetrieb oder Abwesenheit, lädt sie womöglich nicht. Kontrollieren Sie auch den Druck am Manometer der Heizungsanlage. Stimmt alles und das Wasser bleibt kalt, sollte ein Fachbetrieb Ladepumpe, Umschaltventil, Fühler und Heizwendel ansehen.
Was ein Heizungsbetrieb aus der Region prüft, beschreibt die Leistung Kein Warmwasser. Dazu zählen Speicher und Ladepumpe. Halten Sie am Telefon Adresse, Heizungsart, die Temperatur am Regler und eine Beschreibung der Störung bereit. In Mehrfamilienhäusern können Hausmeister oder Verwaltung Meldungen sammeln und gebündelt weitergeben, damit der Betrieb zunächst Zentralspeicher und Zirkulation ansieht.
Merkpunkte zum Speicher
- Lauwarmes Wasser begünstigt Legionellen, heißes Wasser verkalkt und verbrüht.
- Als technischer Richtwert für größere Anlagen gelten etwa 60 °C am Austritt.
- Sollwert nur nach Bedienungsanleitung des Herstellers verändern.
- Anode, Entkalkung und Mischer sind Aufgaben des Fachbetriebs.
- Bei kaltem Speicher zuerst Regler, Betriebsart und Druck ablesen.
