Regler, Uhr und Betriebsart kontrollieren
Der Regler steht am Anfang jeder Prüfung. Bei manchen Anlagen ist die Betriebsart unbemerkt auf Sommer, Aus oder Urlaub gesprungen. Lesen Sie Uhrzeit, Wochentag und Heizprogramm ab, denn eine verstellte Uhr schaltet die Heizphasen zur falschen Zeit. Stellen Sie die Betriebsart auf Heizen zurück und beobachten Sie dann, ob der Kessel anläuft und die Umwälzpumpe zu hören ist.
Anzeige, Druck und Heizungsnotschalter ansehen
Die Anzeige am Kessel nennt oft einen Code oder ein Symbol. Notieren Sie beides wörtlich und dazu den Gerätetyp vom Typenschild. Ein Foto vom Display hilft bei der Rückfrage. Bleibt die Anzeige dunkel, sehen Sie nach dem Heizungsnotschalter, der meist außen am Heizraum sitzt. Sie prüfen nur seine Stellung und arbeiten nicht an der Elektrik.
Das Manometer zeigt den Wasserdruck der Anlage. Kalt gemessen steht die Nadel bei Einfamilienhäusern gewöhnlich zwischen 1,0 und 2,0 bar, den genauen Sollwert nennen Typenschild oder Anleitung. Fällt sie gegen null, schaltet die Steuerung zum Schutz vor Trockenlauf ab. Wie das Ablesen funktioniert, steht im Beitrag Heizungsdruck richtig ablesen.
Eine Störmeldung ist einer der wichtigsten Hinweise für den Fachbetrieb. Wie sich Codes an Gasthermen einordnen lassen, erklärt der Beitrag zum Störcode an der Therme. Drücken Sie die Entstörtaste höchstens einmal, in der Form, die Ihre Bedienungsanleitung vorsieht. Erscheint die Meldung erneut, lassen Sie die Taste in Ruhe, notieren den Code und halten die Anzeige als Foto fest.
Brennstoff und Zuleitung im Blick behalten
Ohne Brennstoff läuft kein Kessel an.
Bei Ölheizungen lesen Sie den Füllstand am Tank ab, bei Pelletanlagen den Vorrat im Lager. Ist der Tank fast leer, saugt die Pumpe unter Umständen Luft an. Dann startet der Brenner nicht, selbst wenn später Öl nachgefüllt wird. Mehrfaches Entstören bringt in dieser Lage nichts und belastet nur die Zündung.
Riecht es im Heizraum nach Gas, ändert sich die Lage vollständig. Betätigen Sie keinen Schalter, kein Licht und keine Klingel, und meiden Sie offenes Feuer. Fenster öffnen, danach das Haus verlassen, und erst draußen beim Gasversorger oder unter 112 den Notruf absetzen. Das ist ein Fall für den Gasversorger und nicht für den Heizungsnotdienst.
Wann ein Fachbetrieb gebraucht wird
- Bleibt die Anlage nach diesen Prüfungen kalt, ist ein Fachbetrieb gefragt.
- Brenner, Gasarmaturen, Zündung, Steuerplatine und Abgasweg bleiben für Laien tabu. Das Abnehmen von Abdeckungen bringt keine Klärung, sondern nur Risiko für Sie und die Anlage. Halten Sie stattdessen Ihre Notizen bereit, damit der Anruf kurz, klar und übersichtlich bleibt und nichts vergessen wird.
- Für den Anruf sind Notizen hilfreich. Aufgeschrieben werden die Anschrift, die Art der Heizung, der Störcode oder die Anzeige, der Stand des Manometers sowie der Weg zum Heizraum. Hat die Hausverwaltung den Schlüssel, sollte das vorab feststehen. Bei der Leistung Heizung ausgefallen wird ein Heizungsbetrieb aus der Region vermittelt; vor Ort schaut sich der Betrieb die Anlage an und rechnet direkt mit Ihnen ab.
- Auf die Fachkraft zu warten, ist leichter, wenn Türen zu unbeheizten Räumen geschlossen bleiben.
- Decken, warme Kleidung und geschlossene Fensterläden überbrücken die Wartezeit auf sichere Weise. Räume, die ohnehin warm sind, bleiben dank geschlossener Türen länger behaglich. Wer wartet, sollte sich in einem Raum aufhalten, der warm bleibt, und den Kontakt zu Hausverwaltung oder Hausmeister halten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Regler, Uhr und Betriebsart zuerst kontrollieren.
- Störcode und Gerätetyp notieren, am besten als Foto.
- Wasserdruck am Manometer ablesen und festhalten.
- Entstörtaste höchstens einmal drücken, danach nicht wiederholen.
- An Brenner, Gas und Elektrik arbeiten nur Fachleute.
