Woran Sie eine Brennerstörung erkennen
- Am Ölbrenner sitzt ein Entstörknopf, der bei einer Störung rot leuchtet.
- Die Heizkörper werden kalt, das Brennergeräusch bleibt aus oder bricht nach wenigen Sekunden ab. Manche Anlagen zeigen zusätzlich einen Code am Regler oder eine Störmeldung im Display. Notieren Sie, was Sie sehen und hören, denn diese Beobachtungen grenzen die Ursache für den Fachmann deutlich ein und sparen Rückfragen.
- Der Brennerautomat überwacht Zündung und Flamme.
- Zündet das Öl nicht oder erlischt die Flamme kurz nach dem Start, sperrt der Automat den Brenner. Dieser Schutz verhindert, dass unverbranntes Öl in den Kessel gelangt und sich dort ansammelt. Er ist deshalb kein Defekt, sondern ein Sicherheitsmerkmal, das erst nach der Entstörung wieder freigibt.
- Auch der Heizungsnotschalter kann die Ursache sein.
- Er sitzt meist außen am Heizraum und schaltet die gesamte Anlage ab, etwa nach Arbeiten im Keller. Prüfen Sie nur seine Stellung und lassen Sie die Finger von allem dahinter. Steht er richtig und die Anlage bleibt trotzdem aus, geht es mit der Ursachensuche weiter.
Öltank, Leitung und Ölgeruch beachten
Ein leerer oder fast leerer Tank löst die Sperre besonders einfach aus. Lesen Sie den Füllstand am Peilstab oder an der Anzeige des Tanks ab. Bleibt am Ende nur ein Rest, saugt die Pumpe Luft an, und der Brenner kommt nicht mehr in Gang. Auch nach dem Nachfüllen muss die Leitung erst wieder entlüftet werden, was Sache des Brennerdienstes ist.
Entstörtaste: einmal drücken, nicht wiederholen
Die Entstörtaste dürfen Sie einmal drücken, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben. Halten Sie sie so lange, wie dort angegeben, und beobachten Sie dann den Start. Springt der Brenner an und die Flamme bleibt, war es vermutlich ein einmaliger Aussetzer. Beobachten Sie die Anlage trotzdem in den nächsten Stunden und achten Sie darauf, ob Warmwasser und Heizkörper wieder normal warm werden.
Bleibt der Brenner nach dem Entstören wieder stehen, drücken Sie die Taste nicht noch einmal. Wiederholte Starts spritzen Öl in die Brennkammer, das sich dort ansammelt und beim nächsten Zünden verpuffen kann. Dabei können Brennkammer und Abgasweg Schaden nehmen. Notieren Sie stattdessen Uhrzeit und Zustand der Anzeige. Die Ursache am Gerät klärt dann der Brennerdienst.
Ähnlich wie bei Gasthermen gilt der Grundsatz, dass eine Störung mit Wiederholung eine Ursache hat. Der Beitrag Heizung taktet ständig zeigt, wie sich kurze Laufzeiten von einer echten Sperre unterscheiden. Ein Brenner, der immer wieder abschaltet, braucht eine Prüfung durch eine Fachkraft, die Düse, Zündung und Einstellung der Anlage genau ansieht und die Messwerte mit den Vorgaben vergleicht.
Was der Brennerdienst vor Ort prüft
Am Gerät selbst arbeitet nur der Brennerdienst.
Er prüft dabei Düse, Zündelektroden, Ölpumpe, Filter, Flammenfühler und die Abgaswerte. Meist lässt sich die Ursache an den Messwerten ablesen. Verschlissene Teile werden ersetzt, die Anlage wird eingestellt und der Betrieb im Anschluss getestet. Erst wenn Flamme und Abgaswerte stimmen, gilt die Störung als beseitigt.
In Mehrfamilienhäusern gehört die Heizzentrale oft zum Aufgabenbereich des Hausmeisters. Vorab sollte klar sein, wer den Schlüssel hat und wo der Tank steht. Lässt sich die Störung nicht mit einem Handgriff lösen, hilft ein Aushang an die Parteien. Wie sich die Prüfung bei völligem Ausfall fortsetzt, erklärt Heizung springt nicht an.
Auf einen Blick
- Füllstand am Öltank ablesen, bevor etwas anderes geprüft wird.
- Entstörtaste nur einmal drücken, nach Ölmangel gar nicht mehrfach.
- Ölgeruch oder Ölflecken im Heizraum dem Fachbetrieb melden.
- Der Brennerdienst übernimmt Düse, Pumpe, Filter und Zündung.
- Heizungsnotschalter nur ansehen, nicht an der Elektrik arbeiten.
