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Vorbeugen und Sicherheit

Frostschutz bei Leerstand und längerer Abwesenheit

Steht ein Haus oder eine Wohnung leer, droht bei strengem Frost ein Rohrschaden. Eine Heizung im Frostschutzbetrieb hält die Räume deutlich über dem Gefrierpunkt. Wer vor der Abreise Regler, Thermostate und Brennstoff prüft und Kontrollgänge verabredet, beugt Schäden an Leitungen und Anlage vor.

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Gas-Brennwertkessel mit Kohlenmonoxid-Melder an der Wand im Heizungskeller – Frostschutz bei Leerstand und längerer

Warum leere Räume gefährdet sind

Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus. In einer Leitung, einem Heizkörper oder einem Wärmetauscher kann das Eis die Wandung sprengen. Sichtbar wird der Schaden häufig erst nach dem Tauwetter, wenn Wasser austritt. Besonders gefährdet sind Leitungen an Außenwänden, im Keller, auf dem Dachboden und in unbeheizten Anbauten, in denen die Kälte rasch eindringt und kein Heizkörper Wärme abgibt.

Frostschutzbetrieb am Regler einstellen

  • Viele Regler bieten eine Urlaubs- oder Frostschutzfunktion. Sie senkt die Solltemperatur auf einen niedrigen Wert, der die Räume frostfrei hält. Die Anleitung des Reglers beschreibt, wie sie sich einschalten lässt. Stellen Sie nur ein, was dort beschrieben ist, und verändern Sie keine Parameter am Kessel. Prüfen Sie nach der Einstellung die Anzeige und notieren Sie den gewählten Betrieb für die Kontrollgänge.

  • Auch die Thermostatköpfe an den Heizkörpern haben eine Frostschutzstellung, meist durch ein Schneeflockensymbol gekennzeichnet. Das Ventil bleibt dort geschlossen, bis die Raumtemperatur stark absinkt. Wie sich ein klemmender Ventilstift löst, beschreibt Thermostatventil klemmt – Stift lösen. Lassen Sie die Köpfe nicht ganz geschlossen, damit kein Heizkörper einfriert und die Ventile nicht festsitzen.

  • Auch der Warmwasserbetrieb lässt sich reduzieren. Die Speichertemperatur kann bei längerer Abwesenheit niedriger eingestellt werden, soweit die Anleitung es erlaubt. Vor der Rückkehr stellen Sie sie wieder auf den üblichen Wert, denn in lange stehendem, lauwarmem Wasser vermehren sich Keime. Der Fachbetrieb stellt die Speichertemperatur ein und prüft sie. Er orientiert sich dabei an einem technischen Richtwert von etwa 60 °C am Austritt.

Brennstoff, Druck und Kontrollgänge

Prüfen Sie vor der Abreise den Brennstoff.

Bei Öl lesen Sie den Füllstand am Tank ab, damit der Brenner nicht leer läuft. Läuft der Tank leer, steht die Anlage, und im Haus droht Frost. Bei Gasanlagen genügt ein Blick auf das Display, ob eine Störung angezeigt wird. Notieren Sie den Füllstand und die Anzeige, damit Sie bei der Rückkehr Vergleichswerte haben.

Verabreden Sie Kontrollgänge mit einer Vertrauensperson, etwa aus Familie, Freundeskreis oder Hausmeisterdienst. Sie prüft, ob die Anzeige am Regler normal ist, die Räume nicht auskühlen und nirgends Wasser austritt. Im Mehrfamilienhaus kann die Hausverwaltung Kontakt halten. Hinterlegen Sie Schlüssel und Telefonnummer und halten Sie schriftlich fest, was bei einer Störung zu tun ist und wen die Kontrollperson verständigt.

Was der Fachbetrieb absichern kann

Bei längerem Leerstand kann der Fachbetrieb Leitungen entleeren oder absperren.
Das ist eine Arbeit am Wassernetz, die nicht jeder selbst übernehmen sollte. Auch Zusätze zum Heizungswasser, die vor Frost schützen, setzt nur der Betrieb ein. Er kennt die Anlage und weiß, ob solche Maßnahmen zum Haus passen und welche Folgen sie für Pumpen und Dichtungen haben.
Fällt die Heizung im Leerstand aus, ist der Frost die größte Gefahr. Lassen Sie sich Anzeigen vor Ort schildern, ohne selbst an Kessel und Brenner zu arbeiten. Einen Überblick liefert die Leistung Heizung ausgefallen. Der Betrieb prüft Brennstoff, Druck, Regelung und Pumpen prüft vor Ort und stellt die Anlage wieder ein. Notieren Sie Störcode und Gerätetyp vorab, damit die Prüfung gezielt beginnt.
Tritt trotz Vorsorge Wasser aus, handeln Sie ruhig.
Fangen Sie Wasser auf, drehen Sie nur Absperrhähne zu, deren Lage Sie kennen, und informieren Sie den Fachbetrieb. Arbeiten an Heizkreis, Brenner und Elektrik bleiben dem Betrieb vorbehalten. Vermeiden Sie behelfsmäßige Wärmequellen, denn sie bergen Brand- und CO-Gefahr. Auch Kerzen oder offene Flammen sind in leerstehenden Räumen ein Risiko.

Merkpunkte zum Frostschutz

  • Frostschutz- oder Urlaubsbetrieb am Regler nach Anleitung einstellen.
  • Thermostatköpfe nicht ganz schließen, sondern auf Frostschutzstellung drehen.
  • Öltank und Brennstoffanzeige vor der Abreise prüfen.
  • Druck am Manometer ablesen und notieren.
  • Kontrollgänge verabreden und Schlüssel hinterlegen.

Therme, Öl, Wärmepumpe: ein Anruf.

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